Was ist die Scientology-Kirche? Geschichte, Organisation und Kritik

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Die Scientology-Kirche ist eine internationale Organisation, die sich auf die Lehren und Methoden von L. Ron Hubbard beruft. Sie entstand in den 1950er-Jahren in den Vereinigten Staaten und versteht sich als Religionsgemeinschaft.

Im Mittelpunkt ihrer religiösen Praxis stehen Auditing, Ausbildung und ein stufenweise aufgebauter Entwicklungsweg, der innerhalb von Scientology als „Brücke“ bezeichnet wird.

Die Scientology-Kirche verfügt über eine internationale Organisationsstruktur mit eigenen Leitungsorganen, Regeln und Einrichtungen. Ihre Geschichte und bestimmte Praktiken werden seit Jahrzehnten unterschiedlich beurteilt.

Dabei ist eine grundlegende Unterscheidung wichtig: Scientology bezeichnet zunächst die von Hubbard entwickelte Lehre und ihre Methoden. Die Scientology-Kirche ist eine Organisation, die diese Lehre vertritt und praktiziert.

Daneben gibt es unabhängige Scientologen und Einrichtungen wie Ron’s Org, die ebenfalls mit den Lehren und Methoden Hubbards arbeiten, jedoch nicht zur Scientology-Kirche gehören.


Wie entstand die Scientology-Kirche?

Die Geschichte der Scientology-Kirche beginnt mit der Entwicklung der Dianetik. 1950 veröffentlichte L. Ron Hubbard sein Buch Dianetics: The Modern Science of Mental Health. Darin beschrieb er ein eigenes Modell des menschlichen Verstandes und Verfahren, mit denen belastende Erfahrungen nach seiner Vorstellung bearbeitet werden können. Die Veröffentlichung führte in den Vereinigten Staaten zu erheblichem Interesse. Es entstanden Dianetik-Gruppen und erste Organisationen, die sich mit Hubbards Verfahren beschäftigten. In den folgenden Jahren entwickelte Hubbard seine Vorstellungen weiter. Während Dianetik zunächst den Verstand und den Einfluss vergangener Erfahrungen in den Mittelpunkt stellte, beschäftigte sich Scientology zunehmend mit dem Menschen als geistigem Wesen. Daraus entstand das umfassendere Lehrsystem, das Hubbard Scientology nannte. 1954 wurde in Los Angeles eine der ersten Organisationen unter dem Namen Church of Scientology gegründet. Weitere Kirchen und Einrichtungen entstanden anschließend in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern. [1]

Die Entwicklung unter L. Ron Hubbard

Hubbard prägte sowohl die Lehre als auch den organisatorischen Aufbau der Scientology-Kirche maßgeblich. Er entwickelte zahlreiche Auditingverfahren, Ausbildungsstufen und organisatorische Richtlinien. Seine Schriften und Vorträge bildeten die Grundlage für die praktische Arbeit der Kirchenorganisationen. 1967 entstand die Sea Organization, meist Sea Org genannt. Sie war zunächst auf Schiffen tätig und entwickelte sich später zu einem besonderen Zusammenschluss von Mitarbeitern, die verantwortliche Aufgaben innerhalb der Scientology-Kirche übernahmen. Zu den Schiffen gehörte auch die Apollo, auf der Hubbard zeitweise lebte und arbeitete. In den folgenden Jahren entstanden spezialisierte Einrichtungen für fortgeschrittenes Auditing, Ausbildung und die internationale Verwaltung.

Die organisatorischen Veränderungen Anfang der 1980er-Jahre

Bereits Anfang der 1980er-Jahre, also noch zu Lebzeiten Hubbards, kam es innerhalb der Scientology-Kirche zu tiefgreifenden organisatorischen Veränderungen. Langjährige leitende Mitarbeiter wurden abgelöst oder ausgeschlossen. Zwischen Teilen der neuen Führung, bisherigen Funktionsträgern und Missionsinhabern entstanden erhebliche Konflikte. In dieser Zeit gewann David Miscavige zunehmend an Einfluss. 1982 wurde das Religious Technology Center (RTC) gegründet. Diese Einrichtung übernahm nach der offiziellen Darstellung der Scientology-Kirche eine zentrale Funktion beim Schutz der religiösen Marken und bei der Sicherstellung der verbindlichen Anwendung der Lehren und Methoden Hubbards. Die damaligen Entwicklungen wurden von Beteiligten sehr unterschiedlich bewertet. Die neue Kirchenführung stellte die Reorganisation als notwendige Maßnahme dar, um die Lehre Hubbards zu schützen und ihre korrekte Anwendung sicherzustellen. Zahlreiche ehemalige Mitarbeiter und Mitglieder beschrieben die Veränderungen dagegen als zunehmende Zentralisierung der Kontrolle und als Abkehr von bisherigen Arbeitsweisen. [3]

Hubbards Rückzug und die Frage nach der Führung

Die Konflikte wurden dadurch verstärkt, dass sich Hubbard seit etwa 1980 weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte. Während der folgenden Jahre war er für viele frühere Mitarbeiter nicht mehr persönlich erreichbar. Anweisungen, die ihm zugeschrieben wurden, wurden über ausgewählte Verbindungspersonen weitergegeben. Die mangelnde direkte Erreichbarkeit führte bei einigen langjährigen Scientologen zu Zweifeln darüber, welche Entscheidungen tatsächlich von Hubbard ausgingen. Ein zeitgenössisches Zeugnis dafür ist ein Tonbandbericht von William B. Robertson an John Caban vom Mai 1982. Robertson hatte zuvor verantwortliche Positionen innerhalb der Sea Org bekleidet und über mehrere Jahre persönlich mit Hubbard zusammengearbeitet. In seinem Bericht schilderte er die Ablösung erfahrener Mitarbeiter, organisatorische Konflikte und Zweifel an bestimmten Anweisungen, die im Namen Hubbards weitergegeben wurden. Er erklärte außerdem, dass es ihm seit 1981 nicht gelungen sei, Hubbard persönlich zu erreichen. Robertsons Bericht dokumentiert die damaligen Beobachtungen und Einschätzungen eines unmittelbar Beteiligten. Nicht alle darin erhobenen Vorwürfe und Schlussfolgerungen lassen sich unabhängig bestätigen. [4] Seine Darstellung verdeutlicht jedoch, weshalb manche langjährige Scientologen die damalige Kirchenführung zunehmend infrage stellten, ohne deshalb die Lehren und Methoden Hubbards grundsätzlich abzulehnen. Hubbard starb am 24. Januar 1986. Dieses Todesdatum ist amtlich dokumentiert. Sein früherer Rückzug aus der Öffentlichkeit ist davon zu unterscheiden. Nach Hubbards Tod festigte David Miscavige seine Stellung innerhalb der internationalen Kirchenführung.

Die Entstehung unabhängiger Scientology

Im Zusammenhang mit den Konflikten Anfang der 1980er-Jahre verließen langjährige Mitglieder und Mitarbeiter die Scientology-Kirche oder wurden aus ihr ausgeschlossen. Die Gründe dafür waren unterschiedlich. Einige wandten sich vollständig von Scientology ab. Andere wollten die von Hubbard entwickelten Lehren und Methoden weiterhin studieren und praktizieren, jedoch unabhängig von der Kirchenorganisation. Aus diesem Umfeld entwickelten sich unterschiedliche unabhängige Scientology-Initiativen. Eine besondere Bedeutung erlangte die 1984 in Frankfurt am Main von William B. Robertson gegründete Ron’s Org. Aus dieser Initiative entstand ein internationales Netzwerk für Auditing und Ausbildung außerhalb der Scientology-Kirche. [12] Damit wurde ein Unterschied deutlich, der bis heute besteht: Menschen können sich für Scientology als Lehre interessieren, ohne sich mit der Scientology-Kirche als Organisation zu identifizieren.

Capt. Bills Zusammenarbeit mit L. Ron Hubbard

Robertson kam Mitte der 1960er-Jahre nach Saint Hill in England, damals ein wichtiges Ausbildungszentrum von Scientology. Dort absolvierte er den Saint Hill Special Briefing Course und setzte seine Auditorenausbildung fort.

Anschließend arbeitete er als Mitarbeiter in Saint Hill und übernahm verschiedene Aufgaben im technischen Bereich. Dazu gehörte die Funktion des Director of Review, in der er sich mit der Überprüfung und weiteren Betreuung von Auditingfällen beschäftigte.

Nach Robertsons eigenen Angaben erhielt er diese Aufgabe direkt von L. Ron Hubbard und arbeitete in dieser Zeit eng mit ihm zusammen.

Später gehörte Robertson zu den frühen Mitgliedern der Sea Organization (Sea Org), die sich ab 1967 entwickelte. Er übernahm zunächst technische und organisatorische Aufgaben auf Schiffen und wurde schließlich Kapitän des Scientology-Flaggschiffs Apollo.

In dieser Funktion war er unter anderem für den Schiffsbetrieb und die Durchführung verschiedener Aufgaben verantwortlich. Während dieser Jahre hatte er nach eigenen Angaben regelmäßig persönlichen Kontakt mit Hubbard und arbeitete mit ihm an organisatorischen und praktischen Angelegenheiten.

Robertson bekleidete außerdem weitere verantwortliche Positionen innerhalb der Sea Org, darunter zeitweise die Funktion des Kommandierenden Offiziers von Flag in Clearwater, Florida.

In einem Vortrag mit dem Titel „Berühmte Menschen, die ich gekannt habe“, den Robertson am 21. Oktober 1990 auf einem Kongress der Ron’s Orgs hielt, berichtete er ausführlich über seine Zusammenarbeit mit Hubbard.

Zu Beginn seines Vortrags verwies er auf mehrere schriftliche Belobigungen. Darunter befanden sich nach seiner Darstellung zwei von Hubbard unterzeichnete Dokumente vom 6. März 1970 sowie eine Auszeichnung vom 30. April 1975 für seine Tätigkeit als Kapitän der Apollo und seine Leistungen in der Sea Org.

Außerdem berichtete er von einem persönlichen Brief Hubbards vom 18. August 1980, in dem dieser seine Arbeit in Clearwater würdigte.

Diese Schilderungen geben Einblick in Robertsons damalige Aufgaben und in seine persönliche Sicht auf die Zusammenarbeit mit Hubbard. Der Vortrag ist ein historisches Selbstzeugnis; die darin erwähnten Dokumente sind von seinen Erinnerungen als Quelle zu unterscheiden.

Für die Geschichte von Ron’s Org ist dieser Hintergrund wesentlich: Ihr Gründer hatte langjährige praktische Erfahrung mit Scientology und war in verantwortlichen Funktionen an deren organisatorischer Entwicklung beteiligt.


Welches Selbstverständnis hat die Scientology-Kirche?

Die Scientology-Kirche bezeichnet Scientology ausdrücklich als Religion.

Nach ihrer Lehre ist der Mensch seinem eigentlichen Wesen nach ein unsterbliches geistiges Wesen, das innerhalb von Scientology als Thetan bezeichnet wird.

Der Mensch wird in diesem Verständnis nicht mit seinem Körper oder seinem Verstand gleichgesetzt. Vielmehr soll er als geistiges Wesen über Fähigkeiten und Möglichkeiten verfügen, die er im Verlauf seiner Entwicklung zunehmend verwirklichen könne.

Die Scientology-Kirche sieht ihre Aufgabe darin, Menschen durch Auditing und Ausbildung auf diesem geistigen Entwicklungsweg zu unterstützen.

Nach ihrem Selbstverständnis sollen diese Verfahren zu größerer Selbsterkenntnis, Selbstbestimmung und geistiger Freiheit führen.

Dabei handelt es sich um die Ziele und Überzeugungen der scientologischen Lehre. Davon zu unterscheiden ist die Frage, inwieweit bestimmte behauptete Wirkungen wissenschaftlich nachgewiesen sind.

Zum religiösen Leben der Scientology-Kirche gehören neben Auditing und Ausbildung auch Gottesdienste, Eheschließungen, Namensgebungszeremonien und gemeinschaftliche Veranstaltungen.


Wie ist die Scientology-Kirche organisiert?

Die Scientology-Kirche verfügt über eine international aufgebaute, hierarchische Organisationsstruktur. Sie umfasst örtliche Kirchen, Missionen, Ausbildungs- und Auditingeinrichtungen sowie übergeordnete Leitungs- und Verwaltungseinheiten. Die einzelnen Einrichtungen sind teilweise rechtlich selbstständige Organisationen, arbeiten jedoch innerhalb eines gemeinsamen internationalen Systems.

Church of Scientology International

Die Church of Scientology International (CSI) mit Sitz in Los Angeles bezeichnet sich als Mutterkirche der Scientology-Religion. Nach ihrer offiziellen Darstellung ist sie für die internationale kirchliche Leitung und Koordinierung der verschiedenen Scientology-Organisationen verantwortlich. Dazu gehören die Unterstützung örtlicher Einrichtungen, die Vermittlung organisatorischer Richtlinien und die Förderung der internationalen Verbreitung von Scientology.

Religious Technology Center

Eine weitere zentrale Einrichtung ist das Religious Technology Center (RTC). Es wurde 1982 gegründet und ist nach eigener Darstellung insbesondere für den Schutz der religiösen Marken und die Einhaltung der von Hubbard festgelegten Verfahren zuständig. Das RTC beansprucht die oberste religiöse Autorität bei der Frage, welche Anwendung der Scientology-Technologie innerhalb der Kirchenorganisation als verbindlich und korrekt gilt. Nach seiner offiziellen Darstellung ist das RTC nicht für die tägliche Verwaltung der einzelnen Kirchen verantwortlich. Diese Aufgabe gehört zur internationalen Kirchenleitung.

David Miscavige

David Miscavige ist Vorsitzender des Religious Technology Center und wird von der Scientology-Kirche als ihr internationaler religiöser Führer bezeichnet. Er gewann bereits während der organisatorischen Veränderungen Anfang der 1980er-Jahre maßgeblichen Einfluss. Seine heutige Stellung unterscheidet sich von der historischen Rolle Hubbards als Begründer der Lehre. [2]

Die Sea Organization

Die Sea Organization (Sea Org) ist ein besonderer Zusammenschluss innerhalb der Scientology-Kirche. Ihre Mitglieder übernehmen Aufgaben in der Verwaltung, Ausbildung und Durchführung fortgeschrittener Scientology-Dienstleistungen. Nach der Selbstdarstellung der Kirche handelt es sich um eine religiöse Gemeinschaft, deren Mitglieder sich langfristig den Zielen der Organisation verpflichten. Viele Mitglieder leben und arbeiten gemeinschaftlich. Die Sea Org gehört damit zu den wesentlichen Personal- und Führungsstrukturen der Scientology-Kirche.

Wie wird Scientology innerhalb der Kirche praktiziert?

Die wichtigsten praktischen Bereiche sind Auditing und Ausbildung. Beim Auditing beschäftigt sich eine Person unter Anleitung eines ausgebildeten Auditors mit bestimmten Erfahrungen, Gedanken oder Lebensbereichen. Der Auditor verwendet dabei festgelegte Fragen und Anweisungen. Nach scientologischem Verständnis soll die betreffende Person dadurch eigene Erkenntnisse gewinnen und belastende Einflüsse bearbeiten können. In der Ausbildung werden die Schriften, Vorträge und Methoden Hubbards studiert. Ein Teil der Ausbildung dient dazu, selbst als Auditor tätig werden zu können.

Die Brücke

Auditing und Ausbildung bilden die beiden Seiten der sogenannten Brücke. Die einzelnen Stufen werden auf Gradkarten dargestellt und reichen von grundlegenden Kursen und Auditingverfahren bis zu fortgeschrittenen Entwicklungsstufen. Zu den bekannten Bezeichnungen gehören Clear und Operierender Thetan (OT). Mit diesen Stufen verbindet die scientologische Lehre bestimmte angestrebte geistige Zustände und Fähigkeiten. Welche Dienstleistungen an einer bestimmten Einrichtung verfügbar sind, hängt unter anderem von deren Spezialisierung ab. Ausführlichere Informationen über die praktischen Methoden findest Du auf unseren eigenständigen Seiten „Auditing“ und „Ausbildung“.

Warum steht die Scientology-Kirche in der Kritik?

Die Scientology-Kirche steht seit Jahrzehnten wegen bestimmter organisatorischer Strukturen und Praktiken in der öffentlichen Kritik. Ehemalige Mitglieder berichten unter anderem von erheblichen finanziellen Belastungen, organisatorischem Druck und Schwierigkeiten beim Vorankommen auf der sogenannten Brücke. Daneben gibt es zahlreiche journalistische Untersuchungen und behördliche Bewertungen, die sich kritisch mit unterschiedlichen Aspekten der Kirchenorganisation beschäftigen. Die Scientology-Kirche weist die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück und beschreibt Auditing und Ausbildung als Wege zur persönlichen und geistigen Weiterentwicklung. Wie viele Teilnehmer die angestrebten Fortschritte tatsächlich erreichen und wie sie ihre Erfahrungen insgesamt bewerten, lässt sich anhand der verfügbaren Informationen nicht zuverlässig bestimmen. Die Kritik betrifft dabei häufig weniger die Scientology-Lehre als solche, sondern insbesondere den Umgang mit Menschen und die organisatorischen Bedingungen innerhalb der Kirche.

Finanzielle Beiträge und Belastungen

Die Scientology-Kirche finanziert ihre Arbeit nach eigener Darstellung wesentlich durch Beiträge für Auditing und Ausbildung sowie durch weitere Spenden. Die Kirche bezeichnet diese Zahlungen als religiöse Spenden und erklärt, dass sie der Finanzierung ihrer Einrichtungen, Dienstleistungen und weiterer Aktivitäten dienen. Sie betont außerdem, dass zusätzliche Spenden freiwillig seien. [6] Dass Auditing und Ausbildung mit erheblichen Kosten verbunden sein können, ist durch historische Preislisten und journalistische Untersuchungen dokumentiert. Ehemalige Mitglieder berichten darüber hinaus teilweise von starken finanziellen Belastungen und von Druck, weitere Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen oder zusätzliche Spenden zur Unterstützung der Organisation zu leisten. Einige schildern, dass sie hohe Geldbeträge ausgaben, ohne die erhofften persönlichen Fortschritte zu erreichen und teilweise dazu gedrängt wurden, Kredite aufzunehmen, um der Organisation größere Beträge zukommen lassen zu können. Bereits 1990 veröffentlichte die Los Angeles Times eine umfangreiche journalistische Untersuchung über die finanzielle Praxis und die Verkaufsstrategien innerhalb der Scientology-Kirche. [7] Diese Berichte betreffen dokumentierte Erfahrungen und historische Praktiken. Sie erlauben nicht ohne Weiteres Rückschlüsse auf die Kosten und Abläufe in jeder heutigen Einrichtung.

Schwierigkeiten beim Vorankommen auf der Brücke

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den zeitlichen und organisatorischen Ablauf von Auditing und Ausbildung. Einzelne ehemalige Mitglieder berichten, dass sich ihr Vorankommen durch zusätzliche Anforderungen, interne Konflikte oder sogenannte Ethik-Maßnahmen über längere Zeit verzögert habe. Unter Ethik versteht die Scientology-Kirche ein eigenes System von Regeln und Verfahren, das nach ihrer Darstellung der Verantwortung des Einzelnen und dem Schutz einer korrekten Anwendung von Scientology dienen soll. Kritiker sehen in bestimmten Anwendungen dieses Systems dagegen eine Möglichkeit, Druck auf Mitglieder auszuüben oder deren Entscheidungen zu beeinflussen. Auch William B. Robertson äußerte bereits 1984 Kritik an zusätzlichen technischen und organisatorischen Anforderungen. In seinem Frankfurter Technical Briefing Number 1 erklärte er, dass bestimmte Verfahren seiner Auffassung nach unnötig verlängert oder durch zusätzliche Schritte ergänzt worden seien, was mit weiteren finanziellen Belastungen verbunden sein konnte. [5] Dabei handelt es sich um Robertsons damalige Einschätzung, nicht um einen unabhängig ermittelten Vergleich der Bearbeitungszeiten innerhalb unterschiedlicher Scientology-Organisationen. Die persönlichen Voraussetzungen können von Teilnehmer zu Teilnehmer verschieden sein. Darüber hinaus können organisatorische Abläufe und zusätzliche Anforderungen die Dauer des jeweiligen Entwicklungsweges beeinflussen. Für Interessierte ist deshalb nicht nur wichtig, welche Auditing- und Ausbildungsstufen angeboten werden, sondern auch, welche Kosten, zeitlichen Abläufe und organisatorischen Bedingungen damit verbunden sind.

Umgang mit Mitgliedern und Kritikern

Weitere Kritik betrifft die internen Regeln und den Umgang mit Personen, die organisatorische Entscheidungen infrage stellen oder die Kirche verlassen möchten. Ehemalige Mitglieder berichten unter anderem von starkem Anpassungsdruck, Disziplinarmaßnahmen und Schwierigkeiten, sich ohne persönliche Konflikte von der Organisation zu lösen. Die Scientology-Kirche betont dagegen, dass ihre Mitglieder ihre Teilnahme selbst bestimmen und die Organisation freiwillig verlassen können.

Was bedeutet Disconnection?

Ein besonders umstrittenes Thema ist die sogenannte Disconnection, also die Unterbrechung des Kontakts zu bestimmten Personen. Die Scientology-Kirche beschreibt dieses Vorgehen als mögliche persönliche Entscheidung, die Kommunikation mit Menschen einzustellen, deren Verhalten sie als schädlich oder unterdrückerisch einordnet. Nach offizieller Darstellung der Kirche ist eine Kontaktunterbrechung zu Familienangehörigen allein wegen unterschiedlicher religiöser Überzeugungen nicht vorgeschrieben. [8] Ehemalige Mitglieder berichten dagegen von Fällen, in denen Kontakte zu Familienangehörigen oder Freunden nach Konflikten mit der Organisation beeinträchtigt oder auf Anraten der Organisation abgebrochen wurden. Die Frage, in welchem Umfang solche Entscheidungen tatsächlich freiwillig erfolgen oder durch organisatorische Erwartungen beeinflusst werden, gehört deshalb zu den wesentlichen Streitpunkten.

Wie sind diese Erfahrungen einzuordnen?

Die Erfahrungen von Menschen innerhalb der Scientology-Kirche können unterschiedlich ausfallen. Allerdings liegen keine ausreichend belastbaren Daten darüber vor, wie viele Mitglieder ihre Teilnahme insgesamt positiv oder negativ bewerten oder welche Fortschritte sie auf der Brücke tatsächlich erreichen. Dokumentierte Berichte ehemaliger Mitglieder über finanzielle Belastungen, organisatorischen Druck und persönliche Schwierigkeiten verdienen deshalb eine sorgfältige Betrachtung. Sie sollten weder pauschal auf sämtliche Mitglieder übertragen noch ohne Prüfung zurückgewiesen werden. Für eine sachliche Einordnung ist entscheidend, zwischen den Zielen der Scientology-Lehre, den Regeln und Praktiken der Kirchenorganisation sowie den tatsächlichen Erfahrungen einzelner Menschen zu unterscheiden.

Wie wird die Scientology-Kirche in Deutschland rechtlich eingeordnet?

Die rechtliche und behördliche Bewertung der Scientology-Kirche in Deutschland ist vielschichtig. Dabei müssen mehrere Fragen unterschieden werden: Wie versteht sich die Organisation selbst? Welche Rechte haben Menschen, die Scientology praktizieren? Und wie beurteilen staatliche Stellen bestimmte organisatorische Ziele und Aktivitäten?

Religions- und Weltanschauungsfreiheit

Die Scientology-Kirche bezeichnet sich als Religionsgemeinschaft. Ob einzelne Scientology-Organisationen rechtlich als Religionsgemeinschaften einzuordnen sind, hängt vom jeweiligen rechtlichen Zusammenhang ab. Unabhängig davon schützt Artikel 4 des Grundgesetzes die Freiheit religiöser und weltanschaulicher Überzeugungen. Ein wichtiges Urteil hierzu erging am 6. April 2022 durch das Bundesverwaltungsgericht. In dem Verfahren ging es um die Förderung eines Elektrofahrrads durch die Stadt München. Die Stadt hatte die Förderung davon abhängig gemacht, dass Antragsteller eine Erklärung zur Distanzierung von Scientology abgaben. Das Bundesverwaltungsgericht entschied, dass die Stadt eine solche Bedingung im Rahmen einer umweltbezogenen Förderung nicht verlangen durfte. Das Gericht stellte dabei nicht allgemein fest, ob die Scientology-Organisation rechtlich als Kirche oder ihre Lehre als Religion anzusehen sei. Es entschied über die konkrete kommunale Förderbedingung und den Schutz der Religions- und Weltanschauungsfreiheit. [9]

Ein Münchner Gerichtsurteil zum Schutz unabhängiger Scientologen

Ein weiteres wichtiges Urteil betrifft ausdrücklich die Unterscheidung zwischen der Scientology-Kirche und unabhängigen Scientologen. Eine freie Scientologin war über mehrere Jahre in einer Münchner Kinderbetreuungseinrichtung tätig, zuletzt als pädagogische Ergänzungskraft. Die Stadt München hatte die weitere finanzielle Förderung bestimmter Kinderbetreuungseinrichtungen von einer sogenannten Scientology-Schutzerklärung abhängig gemacht. Diese verpflichtete die Einrichtungen unter anderem dazu, Personen von der geförderten Tätigkeit auszuschließen, wenn sie als freie Scientologen oder Mitglieder der Freien Zone scientologische Verfahren anwendeten, lehrten oder verbreiteten. Im Verfahren wurde bekannt, dass das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz der Stadt bereits 2017 mitgeteilt hatte, dass die Scientology-Organisation beobachtet werde, unabhängige Gruppen wie die Freie Zone und Ron’s Org dagegen nicht. Bei der Überprüfung der betroffenen Kinderbetreuungseinrichtung waren keine Auffälligkeiten im pädagogischen Konzept festgestellt worden. Auch Beschwerden von Eltern über die betroffene Mitarbeiterin lagen nicht vor. Trotzdem führte die städtische Verwaltungspraxis dazu, dass das Beschäftigungsverhältnis der freien Scientologin beendet wurde. Die Betroffene klagte gegen diese Praxis. Das Verwaltungsgericht München gab ihr mit Urteil vom 28. Dezember 2022 (Az. M 30 K 19.2699) recht. Es stellte fest, dass der Stadt die erforderliche gesetzliche Grundlage fehlte, um die Förderung von dieser Ausschlussverpflichtung abhängig zu machen. Die Verwaltungspraxis hatte die Religions- und Weltanschauungsfreiheit der Klägerin in unzulässiger Weise beeinträchtigt. [10] Das Gericht entschied damit über einen konkreten Eingriff in die Rechte der betroffenen Person. Es traf keine allgemeine Entscheidung über die rechtliche Anerkennung oder Bewertung sämtlicher unabhängiger Scientology-Gruppen. Der Fall verdeutlicht jedoch einen wichtigen Zusammenhang: Die behördliche Bewertung der Scientology-Kirche kann nicht ohne Weiteres auf Menschen und Gruppen übertragen werden, die Scientology unabhängig von der Kirchenorganisation praktizieren.

Beobachtung durch den Verfassungsschutz

Seit 1997 wurde die Scientology-Organisation in Deutschland durch Verfassungsschutzbehörden beobachtet. Die Behörden begründeten dies mit Anhaltspunkten für Bestrebungen, die nach ihrer Bewertung gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet seien. Kritisiert wurden insbesondere bestimmte gesellschaftspolitische Vorstellungen, interne Organisationsstrukturen und der Umgang mit Kritikern. Die Scientology-Kirche bestreitet, verfassungsfeindliche Ziele zu verfolgen, und betrachtet die staatliche Beobachtung als ungerechtfertigt. Im Mai 2026 änderte das Bundesamt für Verfassungsschutz seine bisherige Vorgehensweise. Es erklärte, dass die Scientology-Organisation auf Bundesebene in den vergangenen Jahren an Bedeutung verloren habe und deshalb nicht länger als eigenständiger bundesweiter Beobachtungsbereich geführt werde. Das Bundesamt schloss zugleich nicht aus, einzelne verfassungsfeindliche Bestrebungen aus diesem Umfeld weiterhin zu bearbeiten. Davon zu unterscheiden ist die Zuständigkeit der Landesbehörden. In Bayern hält das Landesamt für Verfassungsschutz weiterhin an der Beobachtung der Scientology-Organisation fest. [11] Die Änderung auf Bundesebene bedeutet daher weder eine pauschale rechtliche Anerkennung noch eine automatische Rücknahme sämtlicher früherer behördlicher Bewertungen. Sie beruhte vielmehr auf der Entwicklung der Scientology-Kirche, die über die Jahre einen  Mitgliederverlust hinnehmen musste. Auch hier ist zwischen der Scientology-Kirche als Organisation und unabhängigen Scientology-Gruppen zu unterscheiden.

Warum entstand Scientology außerhalb der Scientology-Kirche?

Die Entstehung unabhängiger Scientology-Gruppen hängt eng mit der Entwicklung der Kirchenorganisation zusammen. Insbesondere die Veränderungen Anfang der 1980er-Jahre führten dazu, dass langjährige Mitarbeiter und Mitglieder die Scientology-Kirche verließen oder ausgeschlossen wurden. Ihre Beweggründe waren unterschiedlich. Einige kritisierten die zunehmend zentralisierte Führung und bestimmte organisatorische Entscheidungen. Andere waren mit finanziellen oder administrativen Praktiken unzufrieden oder sahen die Anwendung der ursprünglichen Methoden Hubbards als beeinträchtigt an. Ebenso fühlten Sie sich in ihrer persönlichen Entwicklung und Anwendung scientologischer Praktiken behindert. Nicht alle wandten sich deshalb auch von der Scientology-Lehre ab. Ein Teil wollte Auditing und Ausbildung weiterhin durchführen und die bestehenden Entwicklungsstufen fortsetzen, jedoch außerhalb der Kirchenorganisation.

Was bedeutet „Freie Zone“?

Der Begriff Freie Zone, englisch Free Zone, wurde Anfang der 1980er-Jahre im Umfeld unabhängiger Scientologen bekannt. Historisch war er eng mit der von William B. Robertson angestoßenen Bewegung verbunden. Später entwickelte sich ein weiterer Sprachgebrauch. Heute wird der Begriff häufig für unterschiedliche unabhängige Scientologen, Auditoren und Gruppen verwendet, die außerhalb der Scientology-Kirche mit den Lehren und Methoden Hubbards arbeiten. Diese Gruppen sind nicht notwendigerweise miteinander verbunden und können Scientology in einzelnen Punkten unterschiedlich verstehen oder praktizieren.

Welche Bedeutung hat Ron’s Org?

Eine besondere Stellung innerhalb der Geschichte unabhängiger Scientology nimmt Ron’s Org ein. Das Netzwerk wurde 1984 von William B. Robertson in Frankfurt am Main gegründet und besteht seit mehr als vier Jahrzehnten. Robertson hatte zuvor langjährige Erfahrungen in verantwortlichen Positionen innerhalb der Scientology-Kirche und der Sea Org gesammelt. Sein Ziel bestand nicht nur darin, unabhängig von der Kirchenorganisation zu arbeiten. Er wollte zugleich einen zusammenhängenden Auditing- und Ausbildungsweg nach den von ihm als verbindlich angesehenen Grundlagen Hubbards ermöglichen. Bereits in seinem Frankfurter Vortrag vom Oktober 1984 erläuterte Robertson, wie Menschen auf unterschiedlichen Ausbildungs- und Auditingstufen ihren Weg fortsetzen sollten und welche Bedeutung er dabei einer fachlich begleiteten Durchführung beimaß. [5] Aus diesen Anfängen entwickelte sich ein internationales Netzwerk weitgehend eigenständig arbeitender Einrichtungen. Ron’s Org bietet nach eigener Darstellung einen umfassenden Entwicklungsweg auf der Auditing- und Ausbildungsseite der Brücke an, von grundlegenden bis zu fortgeschrittenen Stufen. In den fortgeschrittenen Bereichen werden neben Materialien Hubbards auch weiterführende Entwicklungen Robertsons verwendet. Damit gehört Ron’s Org zu den traditionsreichsten organisierten Möglichkeiten, Scientology unabhängig von der Scientology-Kirche zu studieren und zu praktizieren. Es bestehen auch andere unabhängige Einrichtungen. Sie unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihrer Geschichte, Organisation und des Umfangs ihrer Angebote. [12]

Scientology-Kirche oder unabhängige Scientology – worin liegt der Unterschied?

Der wesentliche Unterschied besteht nicht darin, dass auf der einen Seite Scientology praktiziert wird und auf der anderen Seite etwas völlig anderes.

Sowohl die Scientology-Kirche als auch unabhängige Einrichtungen wie Ron’s Org berufen sich auf die Lehren und Methoden L. Ron Hubbards.

Die Unterschiede betreffen vor allem die organisatorische Zugehörigkeit, die Leitung, die verbindlichen Regeln sowie die konkrete Gestaltung von Auditing und Ausbildung.

Die Scientology-Kirche arbeitet innerhalb eines internationalen, hierarchisch organisierten Systems.

Sie legt fest, welche Einrichtungen und Verfahren innerhalb ihrer Organisation als verbindlich anerkannt werden.

Ron’s Org arbeitet dagegen als Netzwerk weitgehend selbstständiger Einrichtungen, die gemeinsame fachliche Grundsätze verfolgen, jedoch nicht der Kirchenleitung unterstehen.

Auch die verwendeten Materialien, die angebotenen Stufen, organisatorische Abläufe und finanzielle Bedingungen können sich unterscheiden.

Für Menschen, die bereits innerhalb der Scientology-Kirche Auditing oder Ausbildung absolviert haben, kann deshalb die Frage entstehen, ob und unter welchen Bedingungen sie ihren bisherigen Entwicklungsweg unabhängig fortsetzen möchten.

Was sollten Interessierte berücksichtigen?

Wer sich näher mit Scientology beschäftigen möchte, kann mehrere Fragen getrennt betrachten:

  • Welche Inhalte und Methoden der Scientology-Lehre interessieren mich?
  • Welche Auditing- und Ausbildungsangebote gibt es?
  • Wie sind diese Angebote organisatorisch aufgebaut?
  • Welche finanziellen Verpflichtungen und zeitlichen Anforderungen entstehen?
  • Welche Erfahrungen berichten Teilnehmer und ehemalige Mitglieder?
  • Welche Organisation oder unabhängige Einrichtung entspricht meinen eigenen Vorstellungen?


Die Entscheidung über eine mögliche Teilnahme sollte auf nachvollziehbaren Informationen beruhen und ohne unangemessenen Druck getroffen werden können.

Dabei ist die persönliche Beurteilung der Scientology-Lehre von der Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Organisation zu unterscheiden.

Weiterführende Informationen findest Du auf unserer Seite „Ron’s Org“.


Zusammenfassung: Scientology ist nicht mit der Scientology-Kirche gleichzusetzen

Die Scientology-Kirche ist eine internationale Organisation, die auf den Lehren und Methoden L. Ron Hubbards beruht und sich selbst als Religionsgemeinschaft versteht.

Sie entstand in den 1950er-Jahren und entwickelte sich zu einem internationalen Netzwerk mit eigenen Leitungsstrukturen, Ausbildungszentren und Auditingeinrichtungen.

Ihre Geschichte ist eng mit Hubbard verbunden.

Ihre organisatorische Entwicklung, insbesondere die Veränderungen Anfang der 1980er-Jahre, führte jedoch zu erheblichen Konflikten und zur Entstehung unabhängiger Scientology-Gruppen.

Die öffentliche Kritik an der Scientology-Kirche richtet sich unter anderem gegen finanzielle Belastungen, bestimmte interne Regeln, organisatorischen Druck und den Umgang mit Kritikern.

Wie verbreitet unterschiedliche Erfahrungen und welche Ergebnisse Auditing und Ausbildung tatsächlich unter den Teilnehmern erreichen, lässt sich anhand der verfügbaren Daten nicht zuverlässig bestimmen.

In Deutschland müssen die behördliche Bewertung der Scientology-Organisation und die grundrechtlich geschützten Überzeugungen einzelner Scientologen voneinander unterschieden werden.

Das zeigen auch gerichtliche Entscheidungen, insbesondere das Urteil des Verwaltungsgerichts München aus dem Jahr 2022 zum Schutz einer freien Scientologin.

Scientology als Lehre und die Scientology-Kirche als Organisation sind daher nicht gleichzusetzen.

Mit Ron’s Org besteht seit 1984 ein unabhängiges internationales Netzwerk, das Auditing und Ausbildung auf einem umfassenden Entwicklungsweg anbietet.

Wer sich mit Scientology beschäftigen möchte, hat somit die Möglichkeit, sowohl die Lehre selbst als auch unterschiedliche organisatorische Wege kennenzulernen.

Die Entscheidung, ob und wo jemand Scientology studieren oder praktizieren möchte, bleibt jedem Menschen selbst überlassen.


Quellen und weiterführende Informationen

1.) Scientology-Kirche – Geschichte und Entstehung

Eigene Informationen zur Entwicklung von Dianetik und Scientology sowie zur Gründung der Church of Scientology in Los Angeles 1954.

https://www.scientology-losangeles.org/about-us/

2.) Scientology-Kirche – Internationale Organisation und Führung

Eigenangaben zur Church of Scientology International, zum Religious Technology Center, zu David Miscavige und zur Sea Organization.

https://www.scientology.org/faq/the-organization-of-scientology/how-is-the-church-of-scientology-structured.html

https://www.scientology.org/faq/church-management/religious-technology-center.html

https://www.scientology.org/faq/church-management/what-is-the-sea-organization.html

3.) Joel Sappell und Robert W. Welkos: „The Man in Control“

Los Angeles Times, 24. Juni 1990.

Historische journalistische Untersuchung über David Miscavige und die Veränderungen innerhalb der Scientology-Führung.

https://www.latimes.com/local/la-scientologysideb062490-story.html

4.) William B. Robertson: „Tonbandbericht an John Caban“, Mai 1982

Zeitgenössischer Bericht über Robertsons Tätigkeit innerhalb der Scientology-Kirche und die organisatorischen Konflikte bis 1982.

Abgedruckt in Sektor 9.

Historische Originalquelle. Die Aussagen über strittige Vorgänge und beteiligte Personen sind als persönliche Beobachtungen und Einschätzungen Robertsons einzuordnen.

5.) William B. Robertson: „Technical Briefing Number 1“, Frankfurt am Main, 12. Oktober 1984

Vortrag über Robertsons Verständnis der Scientology-Verfahren und die Ziele beim Aufbau unabhängiger Auditing- und Ausbildungsangebote in Frankfurt.

Englische Originalfassung, 17 Seiten.

6.) Scientology-Kirche – Finanzierung

Eigendarstellung der finanziellen Beiträge und religiösen Spenden.

https://www.scientology.org/faq/church-funding/church-funding.html

7.) Joel Sappell und Robert W. Welkos: „Church Markets Its Gospel With High-Pressure Sales“

Los Angeles Times, 25. Juni 1990.

Journalistische Untersuchung über Verkaufspraktiken und finanzielle Belastungen innerhalb der Scientology-Kirche.

https://www.latimes.com/local/la-scientology062590-story.html

8.) Scientology-Kirche – Disconnection

Offizielle Darstellung der Scientology-Kirche zur Unterbrechung persönlicher Kontakte.

https://www.scientology.org/faq/scientology-attitudes-and-practices/what-is-disconnection.html

9.) Bundesverwaltungsgericht – Urteil vom 6. April 2022, Az. 8 C 9.21

Entscheidung zur Religions- und Weltanschauungsfreiheit bei einer kommunalen Elektromobilitätsförderung.

https://www.bverwg.de/060422U8C9.21.0

10.) Verwaltungsgericht München – Urteil vom 28. Dezember 2022, Az. M 30 K 19.2699

Entscheidung über den Ausschluss freier Scientologen aus geförderten Kinderbetreuungseinrichtungen und die Grenzen kommunaler Scientology-Schutzerklärungen.

https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2022-N-43171

11.) Verfassungsschutz – Aktuelle Einordnung der Scientology-Organisation

Berichterstattung vom 15. Mai 2026 zur Änderung der bundesweiten Beobachtungspraxis.

Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz: Landesbehördliche Bewertung der Scientology-Organisation.

https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/Politik__Inland_/article6a06d62e847da7a92c144cd7/verfassungsschutz-scientology-nicht-mehr-so-relevant.html

https://www.lfv.bayern.de/themen/scientology/

12.) Ron’s Org Committee und Ron’s Org Frankfurt – Geschichte und Selbstverständnis

Eigene Angaben zur Gründung 1984, zur internationalen Organisation und zur Unterscheidung zwischen Ron’s Org und anderen unabhängigen Scientology-Gruppen.

https://www.ronsorg.com/ronsorg-committee

https://www.rons-org.de/eine-klaerung-der-begriffe-freie-zone-und-rons-org/

Transparenzhinweis: Dieses Informationsportal wird von Ron’s Org Frankfurt e.V. betrieben. Ron’s Org Frankfurt gehört zu einem unabhängigen Scientology-Netzwerk und bietet selbst entsprechende Dienstleistungen an. Diese Verbindung wird offengelegt. Historische Tatsachen, Selbstdarstellungen und unterschiedliche Bewertungen werden nach Möglichkeit voneinander unterschieden. Die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Organisation bleibt den Lesern überlassen.